Die Wärmepumpe: Welche Arten gibt es? Teil 3
Die Sole-Wasser-Wärmepumpe bedient sich, wie alle Wärmepumpen, einer aus menschlicher Sicht unendlich zur Verfügung stehenden Energiequelle, der natürlichen Wärme aus dem Erdreich. Wie funktioniert diese Wärmepumpe? Welche Varianten gibt es? Lesen Sie hier die Antworten auf diese Fragen.
Die Sole-Wasser-Wärmepumpe
Das Prinzip der Wärmepumpe gilt grundsätzlich für alle Arten: Energie über einen Träger gewinnen, den Träger komprimieren und entspannen und die dabei anfallende Wärmeenergie dem Heizkreislauf des Gebäudes zuführen. Klingt einfach. Dahinter steckt allerdings High-Tech. Von der Luft-Luft- über die Wasser-Wasser-Wärmepumpe kommen wir nun zur Sole-Wasser-Wärmepumpe.
Die Sole-Wasser-Wärmepumpe
Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt über ein Sole-Wassergemisch, das in einem Erdwärmetauscher durch das Erdreich geführt wird, die dort gespeicherte Wärme auf und führt sie zur Wärmepumpe. Dort angekommen passiert exakt das, was in allen Wärmepumpen passiert: Die Wärmeenergie wird durch Komprimieren und Entspannen an den Heizkreislauf abgegeben.
Der Erdwärmetauscher besteht in der Regel aus einem stoßfesten PE-Rohr. Es kann sowohl als Flächenkollektor durch das Erdreich geführt werden als auch die Wärme über eine Tiefenbohrung, also eine Tiefensonde, nutzen.
Der Flächenkollektor für eine Wärmepumpe
Der Flächenkollektor wird gerne bei großen Grundstücken genutzt. Grund: Um effektiv arbeiten zu können, rechnen Experten die 2,5-fache Länge zur beheizten Wohnfläche für die Kollektoren. Das heißt: Auf 100 Quadratmeter Wohnfläche kommen 250 Meter Wärmetauscher. Der wird in gut 1,50 m Tiefe durch das Grundstück geführt, bevor er in die Wärmepumpe selber mündet. Um Kosten zu sparen, können Bauherren die Flächenkollektoren auch selber verlegen. Der Haken am Flächenkollektor: Die Temperaturen in 1,50 m Tiefe schwanken, und damit schwankt auch die Leistung der Wärmepumpe selber. Vorteil: Der Flächenkollektor ist insgesamt günstiger als eine Tiefenbohrung.
Die Tiefenbohrung für eine Wärmepumpe
So genannte Erdwärmesonden werden bis zu 100 Meter tief in das Erdreich getrieben. Diese Sonden bestehen aus einem „Bündel“ PE-Rohr, das mit einem Sole-Wasser-Gemisch gefüllt ist. Ab einer Tiefe von 10 Metern herrschen in hiesigen Breitengraden konstante Temperaturen im Erdreich. Das heißt: Die Wärmepumpe kann nahezu ohne Leistungsverlust arbeiten. Trotz der gleichbleibenden Temperatur ab 10 Metern Tiefe muss die Sonde bis zu 100 Meter tief eingebracht werden. Der Grund: Der Wärmeenergieträger braucht Zeit, um die Wärmeenergie aus dem Erdreich aufnehmen zu können.
Vorteil der Tiefenbohrung: wenige Flächenbedarf, gleichbleibende Leistung der Wärmepumpe. Nachteil: Nicht überall ist eine Tiefenbohrung erlaubt, und: Aufwand und Kosten richten sich nach der Beschaffenheit des Untergrundes.
Im nächsten Ratgeber geht es um die Frage, warum Sie sich für die Nutzung regenerativer Energien, zum Beispiel mit Hilfe der Wärmepumpe, entscheiden sollten.
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… und folgende.
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