Die Wärmepumpe: Gas und Umgebungswärme
Die Wärmepumpe ist eine erprobte und sehr effektive Alternative zur herkömmlichen Heizungsanlage mit Gas- und/oder Ölbrennern. In manchen Fällen aber lohnt sich eine Umrüstung nicht wirklich oder sie ist nicht möglich. Wer dennoch nicht auf moderne und umweltschonende Technik verzichten möchte, kann eine Gas-Wärmepumpe als Effizienzsteigerung der herkömmlichen Anlage wählen. Lesen Sie her mehr dazu.
Wärmepumpe mit Gasantrieb.
Eine Wärmepumpe, die von einem Gasmotor angetrieben wird? Ja, das gibt es. Es ist die sogenannte Gas-Wärmepumpe. Sie wird mit Gas angetrieben und steigert den Wirkungsgrad eines kondensierenden Gaskessels. Experten unterscheiden zwischen drei Varianten:
- Gasmotor-Wärmepumpe
- Diffusions-Absorptions-Wärmepumpe
- Absorptions-Wärmepumpe
Die Gasmotor-Wärmepumpe …
… arbeitet grundsätzlich nach dem üblichen Prinzip einer Wärmepumpe: Mittels Trägermedium wird Umgebungswärme genutzt, um in den Heizkreislauf gespeist zu werden. Das Verfahren haben wir bereits im Ratgeber 011-2011 beschrieben. Die Pumpe selber wird in der Regel mit Strom angetrieben. So einen „Motor“ hat jede Wärmepumpe. Bei einer Gas-Wärmepumpe nutzt der Motor anstelle des Stroms Gas. Das ist der wesentliche Unterschied. Der Clou bei der Gasmotor-Wärmepumpe: Die Wärme, die der Gasmotor während des Betriebes erzeugt, wird ebenfalls in den Heizkreislauf gespeist, geht also nicht verloren.
Eine Gasmotor-Wärmepumpe kann im Sommer auch als Kühlgerät benutzt werden.
Hinweis: Die Technik der Wärmepumpen ist inzwischen sehr weit fortgeschritten und ausgereift. Wenn wir hier betonen, dass eine Gasmotor-Wärmepumpe auch kühlen kann, so gilt das nicht als ausschließliche Aussage. Selbstverständlich können andere Geräte das auch.
Die Diffusions-Absorptions-Wärmepumpe …
… beschreiben wir im nächsten Ratgeber.
Die Absorptions-Wärmepumpe …
… nutzt Ammoniak als Wärmeträger, wobei der Absorptionskreislauf mit einem Gasbrenner angetrieben wird. Ammoniak ist leicht im Wasser zu lösen, und genau das nutzt die Anlage. Innerhalb der Maschine wird das Ammoniak abwechselnd zu Gas und in Wasser gelöst, also flüssig. Der Gasbrenner erhitzt die Ammoniak-Wasser-Lösung. Die Folge: Das Ammoniak tritt als Gas aus dem Wasser heraus. Das so erhitzte Ammoniak wird in den Kondensator der Maschine geführt, gibt dort seine Wärme ab und wird in diesem Zuge wieder flüssig. Der Weg zurück zum Wasser führt das flüssige Ammoniak durch den Verdampfer, denn der Wärmeträger soll Umgebungswärme aufnehmen. Dabei wird es wieder zu Gas, das schließlich ins Wasser gelangt, dort abkühlt und so seine Wärmeenergie überträgt.
Auch diese Art der Wärmepumpe kann im Sommer auf Kühlmodus geschaltet werden. Für die Maschine kehrt sich damit der Prozess einfach um. Das heißt: Das Ammoniak nimmt die Wärme aus der Raumluft, um sie sozusagen „abzutransportieren“. Auch hier der Hinweis: Selbstverständlich sind auch andere Wärmepumpen zur Kühlung von Räumen geeignet.
Im nächsten Beitrag geht es nun um die Diffusions-Absorptions-Wärmepumpe.
Weitere Ratgeber rund um die Nutzung regenerativer Energie:
… und folgende.
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