So hilft der Staat beim Eigenheimbau
Wer ein Haus bauen will, sollte selbstverständlich möglichst viele Eigenmittel aufbringen. Darüber hinaus kann man die Finanzierung aber mit Hilfe des Staates ergänzen. So bietet etwa die KfW-Bank mehrere Programme an. Außerdem gibt es auch in etlichen Bundesländern und Kommunen die Möglichkeit, Fördergeld oder zinsgünstige Kredite zu bekommen.
Neubau: Das Geld liegt bereit, aber keiner weiß es.
Mit dem Ende der Eigenheimzulage hatten viele schon das Ende des privaten Hausbaus befürchtet. Wie so oft ist alles nicht halb so schlimm gekommen – der Wunsch nach Eigentum hält unverändert stark an. Zwar hat sich der Bund zum Großteil aus der Förderung von Wohneigentum zurückgezogen, doch es gibt immer noch viele Möglichkeiten, die Finanzierung aufzustocken. Das Geld liegt also bereit, nur kaum ein Mensch weiß davon.
Die KfW-Bank
Eine zentrale Rolle spielt die staatliche KfW-Bank, die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Sie unterstützt Bauherren unabhängig von deren Einkommensgrenzen und stellt zinsgünstige Kredite mit bis zu 30 Jahren Laufzeit zur Verfügung. Das KfW-Wohneigentumsprogramm richtet sich an alle Neubau-Vorhaben. Hierbei stellt die Bank keinerlei Anforderungen an die Qualität des Gebäudes.
Fördermittel für KfW-Effizienzhäuser
Anders sieht es hingegen bei dem Programm „Energieeffizient bauen“ aus. Es war bislang bekannt als Programm „Ökologisch bauen“. Dabei ist die Frage der Energieeffizienz ausschlaggebend. Je energieeffizienter gebaut wird, desto höher fällt in der Regel die Förderung aus. Die Bank würdigt Maßnahmen zum Energiesparen und zur Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes. Um diese Förderung in Anspruch zu nehmen, müssen Bauherren bestimmte technische Energiewerte einhalten, die für Passivhäuser oder für die KfW-Effizienzhäuser 55 und 70 gelten, bislang bekannt als KfW-Energiesparhäuser. Der Energieverbrauch dieser Häuser ist besser, als es der Gesetzgeber in der Energieeinsparverordnung verlangt. Das heißt: Die KfW-Effizienzhäuser dürfen 55 beziehungsweise 70 Prozent der nach Energieeinsparverordnung zulässigen Werte nicht übersteigen.
Auch der Einsatz der Sonnenenergie wird unterstützt.
Auch der Einsatz der Sonnenenergie wird unterstützt: Wer eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung plant, sollte sich über Fördermittel aus dem Programm „Erneuerbare Energien“ informieren.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Kaum einer kennt es, aber für Bauherren ist es eine wichtige Adresse: das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA. Das Amt unterstützt den Haus- und Wohnungsbau mit Zuschüssen im Bereich erneuerbarer Energien und gibt zum Beispiel Zuschüsse für Sonnenkollektoren und Pelletsöfen.
Die Länder und Kommunen
Viele Bundesländer, Kommunen und Kreise haben eigene Förderprogramme für Bauherren aufgelegt. Die Voraussetzungen und Vergaberichtlinien unterscheiden sich sehr stark. Es empfiehlt sich daher, zum Beispiel bei der jeweiligen Verbraucherzentrale nachzufragen. Auch einige Energieversorger unterstützen zum Beispiel den Einbau einer Solaranlage oder Wärmepumpe.
Unser Tipp:
Im Internet können sich Bauherren kostenlos über Förderprogramme informieren, die für ihr Bauvorhaben in Frage kommen. Auf der Seite www.foerderdata.de ist eine sehr umfangreiche Fördermitteldatenbank zu finden. Sie deckt die Bereiche Bauen, Sanieren und Energiesparen ab.
Anträge für KfW-Kredite wickelt die Hausbank ab. Das Info-Telefon der KfW-Bank ist erreichbar unter: 01801/335577.
Nützliche Ratgeber:
So hilft der Staat bei der Sanierung (folgt)
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