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Passivhaus nutzt multiple Energiequellen

Geschrieben von Sandra am Montag, 3 Mai 2010 Ihre Lesermeinung
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Energie sparen: Wer heute ein neues Haus baut, kommt um dieses Thema nicht herum. Und: Ab 2019 möchte die EU im Neubaubereich nur noch sogenannte Null-Energie-Häuser zulassen, jene Gebäude also, die ihren Energiebedarf selber produzieren. Stellt sich die Frage, mit welcher Gebäudeart sich effektiv Energie sparen lässt. Die Antwort könnte das Passivhaus sein. Lesen hier, warum diese Häuser eine gute Lösung sind.

Energie sparen beginnt bereits bei der Planung.

Beim Hausbau beginnt das Energie sparen bereits mit der Planungsphase. Denn genau in diesem Stadium entscheiden Sie, mit welchem Baustoff Sie bauen wollen, was für eine Gebäudekategorie Sie errichten werden und damit auch, wie viel Energie Sie künftig für die Heizung und die Warmwasserbereitung benötigen werden.

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Photo: iStockphoto.com/AndreasWeber

Kleiner Exkurs: In Europa werden etwa 40 Prozent des Primärenergiebedarfs für die Versorgung von Gebäuden benötigt. Dazu gehören die Heizung und die Warmwasserbereitung. Der allgemeine Strombedarf im Haushalt lässt sich mit recht einfachen Mitteln ändern. Den Wärmeenergiebedarf aber kann man in erster Linie nur über bauliche Maßnahmen senken.

Grundsätzlich könnten man sagen: Je gründlicher und genauer Sie arbeiten, je besser Sie dämmen und je dichter Sie bauen, desto weniger Wärmeenergie werden Sie auf Dauer benötigen. Und damit gehören Sie zu den Hausbesitzern, die einen Strich durch die 40-Prozent-Rechnung machen.

Energie sparen mit einem Passivhaus.

Eine ideale Bauweise, um dauerhaft Energie sparen zu können, ist das Passivhaus. Diese Gebäude sind supergedämmt (rundherum!!), mit größeren Fensterflächen nach Süden und Westen hin geöffnet und verfügen über eine Anlage zur kontrollierten Be- und Entlüftung mit integrierter Wärmerückgewinnung. Diese Häuser sind baulich bedingt die Vorstufe des sogenannten Null-Energie-Hauses, das von der EU ab 2019 gefordert ist. Der Clou am Passivhaus: Es kommt ohne eine reguläre Heizung im herkömmlichen Sinne aus, weil es multiple Energiequellen nutzt. Und die wären zum Beispiel:

  • Die Sonne (solare Gewinne); Das Gebäude nimmt über hochwertige Fenster (Wärmeschutzverglasung) die Sonnenenergie auf und lässt sie aufgrund seines geschlossenen und exzellent gedämmten Kubus (Baukörper/Gebäudekörper) nicht mehr hinaus. Ohne eine Anlage zur kontrollierten Be- und Entlüftung würde es im Innern eines solchen Hauses im Handumdrehen viel zu warm. Damit die Anlage gut funktioniert und das Passivhaus schnell auf Temperaturunterschiede reagieren kann, dürfen die Wände innen keine Wärme speichern. Die Temperatur der Wandoberflächen erreicht nahezu Raumlufttemperatur.

Kleiner Hinweis: Für die Fensterflächen eines Passivhauses ist unbedingt eine Beschattung einzuplanen, denn bei intensiver Sonneneinstrahlung nimmt das Haus enorme Mengen an Wärmeenergie auf. Die Anlage zur kontrollierten Be- und Entlüftung mit integrierter Wärmerückgewinnung deckt zum Beispiel  mit dieser Wärmeenergie auch den Warmwasser-bedarf ab.

Weiter Energiequellen für ein Passivhaus

  • Der Mensch bringt 80 Watt Heizleistung pro Stunde und das im Ruhezustand. Diese Wärmeenergie nutzt das Passivhaus über seine Anlage zur kontrollierten Be- und Entlüftung. Die führt die verbrauchte Luft nämlich an einem Gegenstrom-Wärmetauscher vorbei und temperiert mit ihr die Frischluft.
  • Kochen, Duschen, Föhnen bringt Wärme in das Haus. Auch diese Wärme wird von der Anlage genutzt. Das Haus selber würde sie nicht hinauslassen, es sei denn, Sie öffnen ein Fenster, was aber nicht zwingend nötig ist. Übrigens: Keine Angst vor Feuchtigkeit. Mit dem regelmäßigen Luftaustausch entziehen Sie der Abluft auch die Feuchtigkeit. Die wird aufgefangen und abgeführt.
  • Leuchtmittel, Bildschirme, Fernseher, Kerzen, etc. sind Energiequellen für Ihr Passivhaus, die es täglich nutzen kann.

Abschließend noch dieser Hinweis: Ein Passivhaus sollte über eine absolut dichte Gebäudehülle verfügen. Das Märchen von atmungsaktiven und diffusionsoffenen Wänden ist ein Relikt aus jenen Tagen, als Wärmeenergie noch nicht teuer war und die Anlagen zur kontrollierten Be- und Entlüftung argwöhnisch beäugt wurden. Gebäude müssen nicht atmen, wenn alle Arbeiten fachgerecht ausgeführt worden und sie mit der entsprechenden Technik ausgestattet sind.

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