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Energiesparen geht nicht mit feuchten Wänden

Geschrieben von Martin am Dienstag, 6 Januar 2009 Ihre Lesermeinung
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Muffiger Geruch, Schimmel und Stockflecken an den Wänden – das sind deutliche Indizien für Feuchtigkeit im Mauerwerk oder auf den Wänden. Die Folgen: Sie zahlen zu viel Geld für Energie, weil Ihre Heizkosten durch die Feuchtigkeit drastisch steigen. Je nach Grad der Durchfeuchtung und Größe des Schadens müssen Sie mit 20 Prozent höheren Kosten für Heizenergie rechnen. Das Raumklima in den betroffenen Bereichen des Hauses verschlechtert sich und belastet die Gesundheit der Bewohner. Die Feuchtigkeit frisst sich förmlich durch das Mauerwerk des Hauses. Dessen Wert sinkt um bis zu 15 Prozent. Und nicht zuletzt verursachen die Fortpflanzungsorgane des Schimmelpilzes, die Sporen, Allergien und schlimme Atemwegsbeschwerden beim Menschen. Betroffene Hausbesitzer haben also viele Gründe zu handeln.

Energiesparen geht nicht mit feuchten Wänden

Photo: iStockphoto.com/Teamarbeit

Energie und Geld sparen mit richtigem Heizen und Lüften

Wie kommt die Feuchtigkeit in oder auf die Wand? Wodurch entsteht Schimmel? Experten nennen dafür drei wesentliche Ursachen.

1. Falsches Lüften und Heizen

Jeder Mensch dünstet, ohne sich zu bewegen, gut einen Liter Wasser pro Tag aus. Dieses Wasser macht sich als Luftfeuchtigkeit bemerkbar. Zimmerpflanzen, Händewaschen, Kochen – alles das verursacht noch mehr Feuchtigkeit, die die Raumluft aufnehmen muss. Ist sie gesättigt, bildet sich an den kältesten Stellen der Räume, den Taupunkten, Kondenswasser. Von Sättigung spricht man übrigens ab einer Luftfeuchtigkeit jenseits der 50 Prozent. Dann wird es auf Dauer auch für den Menschen ungesund. Taupunkte finden Sie oft hinter Möbeln, die direkt an Außenwänden stehen, in Bodennähe, dort nämlich, wo keine Heizungsluft hinkommt, hinter Teppichleisten, unter dem Fußbodenbelag oder an Fenster- und Türlaibungen. Mit der Zeit ist das die ideale Basis für Schimmel. Und: Je höher die Luftfeuchtigkeit in den Räumen, desto höher auch Ihr Bedarf an Heizenergie.Unser Tipp: Sorgen Sie zwei- bis dreimal am Tag fünf bis zehn Minuten lang für echten Durchzug. So führen Sie die Feuchtigkeit ab und holen sich frischen Sauerstoff. Stellen Sie Ihre Möbel nicht direkt an Außenwände. Ein leichter Luftzug reicht bereits, um Schimmel zu vermeiden. Übrigens: Fenster in Kippstellung verschwenden pure Energie. Einen Lüftungseffekt erreichen Sie damit nicht.

Extra-Tipp: So sparen Sie beim Heizen:

  1. Drehen Sie die Heizung während des Lüftens ab.
  2. Sorgen Sie nach dem Lüften für eine Raumtemperatur von 18 bis 20 Grad. Ein Grad weniger Raumtemperatur ergibt 6 Prozent weniger Heizkosten.
  3. Erwärmen Sie alle Räume gleichmäßig, nicht benutzte aber bei geringerer Temperatur. Halten Sie diese Temperatur. Sie senken damit den Öl- und Gas-verbrauch.
  4. Entlüften Sie Ihre Heizkörper regelmäßig, und halten Sie den Wasserstand im Boiler konstant. So erreicht die Anlage ihren optimalen Wirkungsgrad.
  5. Verstellen oder verhängen Sie Ihre Heizkörper nicht. Das kostet Energie.

Unser Fazit: Wenn Sie richtig lüften und mit Bedacht heizen, sparen Sie Energie und damit Geld. In vielen Fällen verhindern Sie so feuchte Wände und Schimmel.

Nützlicher Ratgeber:

2. Verdeckte Leckagen und Bauschäden

Sie lüften regelmäßig und heizen mit Vernunft. Trotzdem entdecken Sie Feuchtigkeit an Ihren Wänden und finden Schimmel. Schuld können in solchen Fällen zum Beispiel verdeckte Leckagen sein. Heizungsrohre und Wasserleitungen können undicht werden und über einen langen Zeitraum kleine Mengen Wasser abgeben. Die Wand saugt es auf und gibt es nach innen wieder ab. Aber auch undichte Fugen im Sanitärbereich können die Ursache für Feuchtigkeit und Schimmel sein. Selbst ein Leck im Fallrohr der Dachrinne kann für einen ausgewachsenen Wasserschaden sorgen. Die möglichen Ursachen sind vielfältig.

Unser Tipp

Beauftragen Sie einen Sachverständigen mit der Suche nach der Ursache für Ihre feuchten Wände und möglichen Schimmelbefall. Mit spezieller Technik kann er den Weg des Wassers bis zu seinem Ursprung zurückverfolgen, den Schaden lokalisieren und definieren. Leckagen ortet er auf wenige Zentimeter genau. So können sie gezielt sanieren.

Extra-Tipp

Ist Schimmel im Spiel, sollten Sie ihn von einem Baubiologen klassifizieren lassen. Auch dabei kann der Sachverständige helfen.

Nützliche Ratgeber:

3. Aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Fundamentbereich, vertikal aus dem Erdreich eindringendes Wasser

Der schleichende Tod eines Hauses ist Feuchtigkeit, die aus dem Fundamentbereich im Mauerwerk aufsteigen oder vertikal eindringen kann. Entsprechende Sperren sollen das eigentlich verhindern: die Horizontalsperre und die Vertikalsperre. Ganz alte Gebäude besitzen keine der beiden Sperren. Denn noch vor nicht allzu langer Zeit galt das Argument: „Der Keller muss feucht sein, damit das Haus oben trocken bleibt.“ Heute wissen wir es besser. Trotzdem kommt es vor, dass eine Sperre beschädigt wird oder undicht ist. Ein spitzer Stein reicht, um die Schwarzschicht im Vertikalbereich zu beschädigen. Eine undichte Überlappung von Dichtbahnen im Fundamentbereich ist genug für die schleichende Durchfeuchtung des Mauerwerks. In der Regel ist es Sickerwasser, das entlang der Hauswand im Erdreich verschwindet. Es staut sich im Fundamentbereich und wird nun über Lücken in den Sperren vom Mauerwerk aufgenommen. Dessen Kapillarwirkung ist vergleichbar mit einem geringen Sog, in dem das Wasser angezogen wird. Der Haken: Die Feuchtigkeit tritt oft weit entfernt von der eigentlichen beschädigten und undichten Stelle aus. Und ein Laie kann den Weg des Wassers nur selten exakt nachvollziehen.

Unser Tipp

Lassen Sie die feuchten Wände von einem Experten begutachten. Der grenzt den Schaden ein, definiert den Fehler und lokalisiert die undichte Stelle auf wenige Zentimeter genau. Vor allen Dingen kann er Ihnen wertvolle Tipps zu Schadensbehebung und Sanierung geben.

Extra-Tipp

Im Zuge einer energetischen Sanierung Ihres Hauses sollten Sie zunächst für trockene Wände sorgen und dem Mauerwerk ausreichend Zeit zur Abtrocknung geben. Vorschnelle Sanierungen können den eigentlichen Schaden noch vergrößern und zusätzlich unnötige Kosten verursachen.

Nützliche Ratgeber:

  • Wie dichte ich mein Haus vertikal ab?
  • Wie dichte ich mein Haus horizontal ab?
  • Was tue ich, wenn die horizontale Sperre meines Hauses undicht ist?
  • Wie lange braucht mein Mauerwerk, um abzutrocknen?
  • In welcher Reihenfolge saniere ich mein Haus richtig?

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