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Energieausweis: Damit Sie wissen, was Ihr Haus verbraucht.

Geschrieben von Martin am Montag, 9 März 2009 Ihre Lesermeinung

Wenn ein Kleinwagen 15 Liter Benzin auf 100 Kilometern schluckt, dann stimmt irgendetwas nicht – das weiß jeder. Aber wie viel Energie dürfen eigentlich unsere Häuser und Wohnungen schlucken? Wann ist der Energieverbrauch effizient, wann wird Energie verschwendet? Das können nur wenige Menschensagen. Doch mit der Pflicht, Energieausweise erstellen zu lassen, ändert sich das.

Energieausweise sind nichts Neues: Bereits seit 2002 müssen sie für alle Neubauten erstellt werden. Seit Juli vergangenen Jahres dürfen potentielle Mieter und Käufer den Ausweis vom Eigentümer verlangen, wenn das Haus vor 1965 gebaut wurde. Seit Beginn 2009 gilt nun: Alle Eigentümer sind verpflichtet, auf Verlangen den Nachweis über die Energieeffizienz ihres Hauses zu bringen – unabhängig vom Baujahr. Für Gewerbegebäude tritt diese Regelung ab Juli 2009 in Kraft.

Der Energieausweis soll einerseits Interessenten bei ihrer Entscheidung helfen, wenn sie ein Haus kaufen oder mieten wollen. Andererseits gibt er dem Eigentümer eine verlässliche Auskunft über den energetischen Zustand seines Hauses – und zeigt, wo Energie und damit Geld gespart werden kann.

Der Energieausweis

Der Energieausweis

Was zeigt der Energieausweis?

Ein Energieausweis gibt an, wie hoch der jährliche Energieverbrauch eines Hauses in Kilowatt-stunden pro Quadratmeter ist und liefert auch die passenden Vergleichsdaten von typischen Gebäuden gleicher Größe. Ähnlich den Schadstoffklassen bei Autos werden die Gebäude so in Effizienzklassen eingeteilt. Welche Effizienzklasse ein Haus erreicht, hängt nicht nur von den Anlagen zum Heizen, zur Wassererwärmung und Belüftung ab, sondern auch von der Dämmung und vom Energieträger, wie Öl, Gas, Strom, Kohle oder erneuerbare Energien.

Anhand einer Farbskala kann man sofort ablesen, ob der Verbrauch im grünen oder roten Be-reich liegt. Grün bedeutet: Es wird vergleichsweise wenig Energie für Heizung und Warmwasseraufbereitung benötigt. Die Energiebilanz ist sehr gut. Rot bedeutet: Der Energieverbrauch ist überdurchschnittlich hoch. Es wird viel Energie verschwendet. In diesem Fall werden im Energiepass in der Regel Vorschläge zur kostengünstigen Modernisierung genannt. Mitunter sind aber auch umfangreichere Investitionen notwendig. Die Empfehlungen im Energieausweis verpflichten allerdings nicht zur energetischen Sanierung.

Ein Energieausweis ist immer für zehn Jahre gültig. Die Kosten für die Ausstellung des Aus-weises sind nicht gesetzlich festgeschrieben.

Bedarfs- oder Verbrauchsausweis?

Bei Energieausweisen unterscheidet man zwischen zwei Arten:

Der Bedarfsausweis orientiert sich ausschließlich an Gebäudedaten, also an der energetischen Qualität des Daches und der Außenwände sowie der Anlagen zum Heizen und zur Wassererwärmung. Der Energieberater berechnet anhand des energetischen Zustandes die Energiemenge, die bei durchschnittlicher Nutzung für die Heizung, die Warmwasserbereitung, die Lüftung und die Klimaanlage benötigt wird. Nicht berücksichtigt wird dabei unter anderem, ob sich das Haus in einer warmen oder einer kühleren Region Deutschlands befindet. Der Bedarfsausweis erlaubt keinen Rückschluss auf individuelle Heizvorlieben der Bewohner.

Der Verbrauchsausweis orientiert sich im Gegensatz dazu am tatsächlichen Energieverbrauch der letzten drei Jahre, der stark vom individuellen Heizverhalten abhängt. Grundlage dafür sind zum Beispiel die Heizkostenabrechnungen. Der Energieberater rechnet dabei Witterungseinflüsse, also extrem harte oder besonders milde Winter, heraus.

“Keine Wahlfreiheit zwischen Ausweisen mehr”

Bis September 2008 hatten Eigentümer grundsätzlich Wahlfreiheit zwischen beiden Ausweisen. Jetzt gilt aber: Wahlfreiheit besteht nur noch dann, wenn das Gebäude über mehr als vier Wohnungen verfügt. Bei kleineren Häusern ist ein Verbrauchsausweis nur zulässig, wenn sie die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung von 1977 erfüllen. In allen anderen Fällen muss ein Bedarfsausweis ausgestellt werden.

Wer stellt den Energieausweis aus?

Welche Qualifikation die Aussteller von Energieausweisen nachweisen müssen, regelt die EnergieEinsparVerordnung (EnEV). Berechtigt sind zum Beispiel Architekten, Ingenieure, qualifizierte Handwerker und Techniker. Inzwischen hat sich der Begriff des Energieberaters durchgesetzt. Eine Übersicht über Energieberater in Ihrer Nähe finden Sie zum Beispiel bei der Deutschen Energie-Agentur (Dena), bei den Energieberatungsstellen der Verbraucherzentralen und beim Deutschen Energieberater-Netzwerk. Auch die Architekten-, Ingernieur- oder Handwerkskammern vermitteln Fachleute.

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