Energie sparen mit trockenen Mauern
Mit trockenen Mauern sparen Sie aktiv Energie, und zwar nicht nur Wärmeenergie. Wie wirkt sich Feuchtigkeit im Mauerwerk eigentlich auf Ihren Energiebedarf aus? Welche Folgen hat feuchtes Mauerwerk außerdem? Lesen Sie hier, warum und wie Sie mit trockenen Mauern Ihren Energiebedarf deutlich senken.
Wo Sie mit Ihrem Haus Energie sparen.
Alte Gebäude sind nicht selten wahre Energieschleudern, vor allen Dingen dann, wenn sie weder gedämmt noch mit modernen Fenstern und Türen bestückt sind. Kommt dann noch Feuchtigkeit im Mauerwerk hinzu, schnellen die Energiekosten für das Haus rasant in die Höhe. Das muss nicht sein. Hier ein Überblick, mit welchen Maßnahmen Sie Ihr altes Haus energetisch aufwerten, wo Sie also Energie sparen könnten:
- Das Dach: Abhängig von der Nutzung des Dachgeschosses sollten Sie entweder das Dach selber gut Dämmen, eventuell sogar über eine Aufdachdämmung nachdenken, oder aber die Geschossdecke. So haben Sie zwar ein Kaltdach, dafür aber ist der Gebäudekubus dicht.
- Die Fassade: Ungedämmte Fassaden transportieren Unmengen an Energie ab. Ein perfekt angebrachtes Wärmedämmverbundsystem schafft hier Abhilfe. Aber Achtung: Es kommt auf die Detailausführung an!
- Die Fenster und Türen: Wärmebilder decken es immer wieder auf: Fenster und Türen sind die größten Schwachstellen eines älteren Hauses. Auch hier gilt: Alte raus, neue rein, auf die fachgerechte Ausführung der Arbeiten achten, und schon sparen Sie trefflich Energie.
- Die Heiztechnik: Das ist ein alter Hut, und sollte eigentlich selbstverständlich sein. Abgehalfterte Kessel verjubeln die Energie nur so. Und schlecht gewartete Heizungskörper wie auch nicht isolierte Warmwasser- und Heizungsrohre tun ihr Übriges.
- Das Mauerwerk: bis zu 50 Prozent mehr Heizenergie im Bereich der Durchfeuchtung können nötig sein, wenn Ihr Haus feuchte Wände hat. Bei der aktuellen Preisentwicklung am Energiemarkt, der geführten Klimadiskussion und den neuen Vorgaben der EnEV wäre der Gedanke an eine Mauerwerkstrockenlegung kein schlechter.
Warum feuchtes Mauerwerk die Energiekosten steigert.
Feuchtes Mauerwerk ist nicht nur extrem ungesund sondern auch teuer. Der Grund: Im Bereich der Durchfeuchtung braucht Ihr Haus deutlich mehr Wärmeenergie als mit trockenen Wänden. Experten überschlagen den Wert mit 50 Prozent auf den Bereich der Durchfeuchtung bezogen und rechnen für ein komplettes Gebäude mit rund 20 bis 30 Prozent mehr Wärmeenergiebedarf. Das heißt:
- Die Brennstoffkosten steigen.
- Die Stromkosten für den Kessel selber steigen auch.
- Sie belasten die Umwelt überdurchschnittlich.
- Sie verursachen einen erhöhten CO2-Ausstoß.
Wasser ist ein enorm gutes Leitermedium aber ein schlechter Speicher für Wärmeenergie. Steine wiederum können Wärmeenergie gut speichern und dosiert abgeben – aber nur im trockenen Zustand. Steigt aufgrund der kapillaren Eigenschaften des Mauerwerks Feuchtigkeit auf, kehrt sich die Eigenschaft um. Das Mauerwerk speichert die Wärmeenergie nicht mehr, es leitet sie über die Wassermoleküle einfach nach außen ab. Die Folge ist ein deutlich erhöhter Wärmeenergiebedarf. Das heißt im Klartext: Wer Energie sparen will, sollte zunächst für trockene Wände sorgen.
Weitere Ratgeber:
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