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Die Energieeinsparverordnung und ihre Missverständnisse – Teil 2

Geschrieben von Sandra am Sonntag, 25 Juli 2010 Ihre Lesermeinung
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Haben Sie die aktuelle Fassung der EnEV schon komplett gelesen? Tatsächlich? Und, haben Sie alle Ausführungen bis in das Detail verstanden? Auch? Dann klicken Sie die folgenden Zeilen einfach weg und begeben sich zu einem anderen Ratgeber. Für alle, die noch zweifeln, halten wir nun die größten Irrtümer der EnEV bereit. Fakt ist: Selbst bei umfassendem Studium der EnEV bleiben nahezu immer Unklarheiten. Missverständnisse sind also nicht ausgeschlossen.

EnEV: Klares Ziel, unklare Regelungen mit vielen Ausnahmen.

Die Energieeinsparverordnung ist das Ergebnis oder besser das Mittel zur Durchsetzung des Willens zur deutlichen Senkung des CO2-Ausstoßes und damit des Klimaschutzes. Weil aber diese Umsetzung fast immer mit enormen Investitionen oder Mehrkosten (bei Neubauten) einhergehen, legt die EnEV Ausnahme- und Stufenregelungen fest. Dies betrifft insbesondere den Bereich der Sanierung. Für Neubauten gelten klare und unmissverständliche Regeln. Gerade im Zuge einer energetischen Sanierung nach EnEV haben sich große Missverständnisse aufgebaut, die sich hartnäckig halten. Drei dieser Irrtümer, wie wir sie bezeichnen, haben wir Ihnen im ersten Teil dieser Serie aufgeschreiben:

energetic cerification

Photo: iStockphoto.com/archideaphoto

  • EnEV-Irrtum Nr. 1: Bei der Sanierung der Fensterflächen müssen alle Fenster nach EnEV saniert werden, wenn mehr als ein Zehntel der Fensterfläche erneuert wird.
  • EnEV-Irrtum Nr. 2: Wer einen Anbau oder Ausbau plant, der mehr als 50 Quadratmeter misst, muss das gesamte Gebäude auf Neubau-Standard bringen.
  • EnEV-Irrtum Nr 3: Elektrische Speicherheizungen, sprich die berühmten Nachtspeicheröfen, müssen umgehend ersetzt werden.

Nun die Fortsetzung:

EnEV-Irrtum Nr. 4:

Potentiellen neuen Mietern oder Käufern müssen Sie einen gültigen Energieausweis vorlegen, wenn Sie eine Wohnung, ein Haus oder eine andere Immobilie verkaufen oder neu vermieten wollen.

Diesen Irrtum mag man dem weit verbreiteten Phänomen des vorauseilenden Gehorsams zuschreiben. Er ist und bleibt aber dennoch ein Irrtum. Die Auflösung: Potentielle Mieter und/oder Käufer haben das Recht, sich einen gültigen Energieausweis vorlegen zu lassen. Wird danach gefragt, muss der Verkäufer oder Vermieter diesen „unverzüglich” zugänglich machen. Das heißt aber nicht, dass er ihn schon in der Tasche haben muss. Er kann es, und das macht sich im Zuge des Verkaufs auch gut. In der Pflicht sind Vermieter und Verkäufer aber erst nach Aufforderung durch potentielle Neumieter und/oder Käufer. Eine Möglichkeit, so einen Energieausweis „zugänglich” zu machen, ist der Aushang im Treppenhaus, zum Beispiel während der Besichtigung.

Fakt ist: Käufer und Mieter sind für die energetischen Werte eines Hauses deutlich sensibler geworden. Darum ist ein großes Maß an Transparenz im Zuge eines Verkaufs oder einer Vermietung sicher hilfreich. Die Zeit der Sprüche ist vorbei, und die Zeit der Erklärungen, nach denen eine Wand schließlich atmen müsse und die Fenster nicht dicht sein dürften, und so weiter, sollte lange schon der Vergangenheit angehören.

EnEV-Irrtum Nr. 5:

Wenn Sie mehr als ein Zehntel der Fläche Ihrer Außenwände verändern. müssen Sie die Richtlinien der EnEV einhalten.

Bei diesem Irrtum ist die genaue Lektüre der Wortwahl wichtig: Die Betonung liegt hier auf „verändern”. Und das kann unter Umständen auch nur ein Anstrich sein. Damit hat die EnEV nun wirklich nicht viel zu tun. Wichtig ist nicht die Fläche, die verändert wird, sondern die Art und Weise, in der ein Hausbesitzer diese Fläche seiner Außenwände verändert. Hier nun ein paar Beispiele, wann die Vorgaben der EnEV eingehalten werden müssen:

  1. Mauerwerksaustausch und -ersatz.
  2. Neuerrichtung
  3. Zusätzliche Dämmung
  4. Anbringen von Platten oder Mauerwerksvorsatzschalen

Hinweis: Die EnEV beschreibt alle Veränderungen an der Gebäudehülle Ihres Hauses, bei denen ihre Vorgaben greifen.

Zur Gebäudehülle Ihres Hauses gehören:

  • Außenwand
  • Dach
  • Fenster
  • Decke

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