Solarthermie: Vor- und Nachteile.
Wer die Sonne als Energiequelle nutzt, senkt eindeutig seine Energiekosten, schon in diesem Moment und langfristig die Umwelt. Das sind wesentliche Vorteile. Doch so eine Solaranlage oder auch Solarthermieanlage hat auch klare Nachteile. Wir Vor- und Nachteile einer Solaranlage zusammengestellt. Lesen Sie hier mehr dazu.
Vorteile einer Solarthermieanlage
Solarthermie beschreibt die Nutzung der Sonnenenergie zur Brauchwassererwärmung und/oder zur Heizungsunterstützung. Das passiert über Solarkollektoren, die die Sonnenenergie absorbieren, in Wärme wandeln und per Trägermedium in den Speicher abgeben. Diese Anlagen haben natürlich Vorteile. Hier ein Überblick.
- Umweltschutz: Im Moment der Nutzung einer solchen Anlage schonen Sie eindeutig die Umwelt, denn Sie senken den CO2-Ausstoß, wenn Sie den Verbrauch fossiler Brennstoffe verringern oder ganz vermeiden. Das tun Sie übrigens auf Jahre hin, ein positiver Beitrag zum Klimaschutz also.
- Kostensenkung: Wer sein Wasser mittels Solaranlage erwärmt, senkt zugleich seine Energiekosten, denn der Betrieb einer Solarthermieanlage ist kostengünstiger als der Betrieb einer Gas- oder Ölheizung. Es fallen lediglich geringe Stromkosten an. Den Rest erledigt eine aus menschlicher Sicht unendlich zur Verfügung stehenden Quelle, die Sonne.
- Förderung: Solaranlagen werden nach wie vor gefördert, und zwar über diverse Förderprogramme.
Solarthermieanlagen und die Nachteile
Die Vorteile einer Solaranlage sind bestechend, keine Frage. Doch es gibt auch eine ganze Reihe von Nachteilen, über die man nachdenken sollte, bevor man sich eine solche Anlage auf dem Dach oder an anderer Stelle installieren lässt. Hier mal eine erste Übersicht:
- Kosten: Es gibt tolle Sonderangebote, sogenannte Schnäppchenanlagen. Doch Vorsicht bei solchen Billigangeboten. Eine vernünftig dimensionierte Solaranlage kostet in der Regel etliche tausend Euro. Mit der Dimensionierung ist die Anpassung der Größe der Anlage an Ihren Bedarf gemeint. Denken Sie auch daran, dass es unterschiedliche Effektivitätsgrade zwischen den einzelnen Panels gibt. Fazit: Wenn Solartechnik nicht nach wie vor gefördert würde, wären diese Anlagen für den einen oder anderen sicher nicht finanzierbar.
- Ausrichtung/Ausbeute: Solaranlagen funktionieren nur dann effektiv, wenn sie zur Sonne hin ausgerichtet werden können, und wenn ausreichend Sonneneinstrahlung gewährleistet ist. In Deutschland aber ist das nicht unbedingt gegeben. Hier gilt natürlich: Es gibt inzwischen sehr effektive Kollektoren, aber: Ohne Sonne können auch diese nicht arbeiten.
- Herstellung: Die Solarmodule werden unter enormem Energieaufwand hergestellt. Dieser Energieaufwand belastet die Umwelt. Es stellt sich also die Frage, ob der Betrieb einer solchen Anlage die Umweltbelastung im Zuge der Herstellung und natürlich im Zuge des Vertriebs (Transport, etc) aufheben kann.
- Entsorgung: Solaranlagen können nicht einfach so entsorgt werden. Sie gelten als Sondermüll. Das kann eine nachträgliche Umweltbelastung bedeuten.
Zum Thema „Entsorgung von Solarmodulen“ bieten wir Ihnen demnächst einen separaten Ratgeber.
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