12 Tipps: Richtiges Lüften vermeidet Schimmel
Schimmel an Innenwänden? In vielen Fällen können Sie das durch richtiges Lüften vermeiden. Doch dabei gibt es einige Dinge zu beachten. Lesen Sie nun ein paar Tipps, wie Sie richtig lüften und Schimmel vorbeugen.
Bildung von Schimmel fördern?
Richtig Lüften heißt: Komplette Luft raus aus dem Raum, frische von außen rein – und das in möglichst kurzer Zeit. Doch selbst dabei schleichen sich Fehler ein, die mitunter die Bildung von Schimmel fördern und Energie verschwenden. Soweit die übereinstimmende Meinung aller Experten. Wie aber lüftet man richtig? An dieser Stelle scheiden sich die Geister. Darum haben wir für Sie Meinungen verglichen und wirklich sinnvolle Tipps zusammengestellt.
Fenster nicht kippen
Der Kardinalfehler: Fenster kippen und den Raum stundenlang auskühlen lassen. Tun Sie das nicht. Im Winter kostet Sie das unnötig viel Energie. Außerdem kann sich an der Fensterlaibung schnell Schimmel bilden, weil sie zu stark auskühlt. Der Effekt des Lüftens ist übrigens gleich null. Denn durch ein Fenster in Kippstellung entweicht nur die warme aufsteigende Heizungsluft. Fazit: Vergessen Sie die Kippfunktion Ihrer Fenster.
Stoßlüften
Richtig Lüften heißt eigentlich Stoßlüften. Dafür sollten Sie alle Fenster weit öffnen – sinnvoll ist ordentlicher Durchzug. Wenn das nicht geht, öffnen Sie die Fenster in allen Zimmern für sich und halten Sie die Zimmertüren geschlossen. Eine Faustregel sagt: fünf bis zehn Minuten pro Lüftungsvorgang reichen. Das stimmt pauschal. Aber: Die Häufigkeit und Dauer des Lüftens hängt vom Temperaturunterschied zwischen Wohnraum und Außenbereich ab. Je kälter es draußen ist, desto kürzer sollten Sie lüften – dafür aber öfter. Bei Windstille und kaum Temperaturunterschied gelten 15 Minuten pro Lüftungszyklus als Richtwert. Und: Selbst bei Regenwetter sollten Sie lüften.

Photo: iStockphoto.com/KVMithani
Raumluftbefeuchter sorgt für Schimmel
Eine Unsitte sind sogenannte Raumluftbefeuchter. Die hängen meist an den Heizkörpern und sorgen laut Hersteller für ein angenehmes und gesundes Raumklima. Sie sind als Folge falschen Heizverhaltens aufgekommen und sollten die zu hohe und trockene Strahlungswärme der Heizkörper erträglich machen. Doch das kann auch ins Gegenteil umschlagen: Die Luftfeuchtigkeit wird schnell zu hoch. Alles jenseits der 50 Prozent ist kritisch. An den Wänden kann sich so schnell Schimmel bilden. Vergessen Sie nicht: Jeder Mensch gibt ohne sich zu bewegen bereits einen Liter Wasser pro Tag an die Umgebung ab. Auch Zimmerpflanzen steuern Feuchtigkeit bei. Schon das ist in der Regel zu viel. Lüften Sie lieber einmal mehr pro Tag, und drehen Sie die Heizung nicht zu weit auf. Damit sorgen Sie garantiert für ein gesundes und wohliges Raumklima.
Nützlicher Ratgeber dazu:
Was Sie noch über richtiges Lüften wissen sollten:
- Lüften Sie das Schlafzimmer nach dem Aufstehen gründlich. Und nach einer Stunde erneut. So vermeiden Sie, dass Feuchtigkeit in die Möbel zieht.
- Lüften Sie viel Wasserdampf (Duschen und Kochen) sofort nach außen ab. Im Bad können Sie nachhelfen, indem Sie die Fliesen leicht abwischen. So verringern Sie die Lüftungsdauer.
- Lüften Sie auch nach dem Bügeln.
- Trocknen Sie nach Möglichkeit keine Wäsche in der Wohnung. Wenn das nicht anders geht, nutzen Sie dafür einen geschlossenen Raum, dessen Fenster Sie dann – ausnahmsweise! – kippen.
- Lüften Sie nicht von einem Zimmer in das nächste, sondern immer direkt nach außen! Wo das nicht geht, sollten Sie der Luft den kürzesten Weg anbieten. Die anderen Türen sollten Sie dann geschlossen halten.
- Gut genutzte Räume sollten Sie öfter kurz lüften. In jedem Fall aber ist ein kompletter Lüftungszyklus vor der Nachtruhe sinnvoll.
- Auch die Kellerräume sollten Sie lüften: im Winter wie die Wohnräume, im Sommer möglichst während der Nacht. Sind nämlich die Außentemperaturen höher als an der Kellerwand, schlägt sich dort Luftfeuchtigkeit nieder.
- Verzichten Sie auf zu viele Zimmerpflanzen. Tischspringbrunnen und ähnliche Wasserspiele gehören eigentlich nicht in Wohnräume – ebenso besagter Raumluftbe-feuchter.
- Noch eine Faustregel: Je kühler die Temperatur, desto eher ist der Sättigungsgrad in Sachen Luftfeuchtigkeit erreicht. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen.
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